43-1-2020

Kooperationsseminar 43-1-2020 mit dem VdRBw. Nds.
19.10.2020 – 26.10.2020

75 Jahre Befreiung Auschwitz – „Teil deutscher Geschichte und Identität“:
Bedeutung für unsere Gesellschaft und Bundeswehr

Seminarleitung: André LindnerSeminarkosten: auf Anfrage

Der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz bietet einen wichtigen Anlass, sich mit der Verfolgung der europäischen Juden während der NS-Zeit und dem an ihnen verübten Massenmord auseinanderzusetzen. Wie kein anderer Ort ist Auschwitz ein Symbol für die von Deutschen im Verlauf des Holocaust bzw. der Shoah verübten Verbrechen.  Das Seminar gibt zunächst eine Einführung in die nationalsozialistische Ideologie im Zusammenhang mit ihren geistesgeschichtlichen Wurzeln, wobei Antisemitismus und Rassenlehre besonders gewichtet werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der sich steigernden judenfeindlichen Politik der Nationalsozialisten nach 1933, die über Boykott und Novemberpogrom hin zu Deportation und Ermordung führte. Hierbei soll auch die Frage nach der historischen Singularität des Holocaust thematisiert werden. Die Exkursion dient dazu, sich selbst ein Bild von dem mörderischsten aller Vernichtungslager zu machen. Der Ausklang des Seminars wird den heutigen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Neonazis behandeln und die Frage aufwerfen, wie sicher jüdisches Leben in Deutschland heute ist. Hierbei wird auch der Frage nach rechtsextremistischen Strömungen und Antisemitismus in der Bundeswehr nachgegangen.
Das Seminar beinhaltet eine mehrtägige Exkursion nach Auschwitz, Krakau und Gleiwitz.