
"Politik trifft politische Bildung"
Zu einem Informationsaustausch trafen sich der Bundestagsabgeordnete Günter Lach (zweiter von rechts) und Vertreter des Vorstandes sowie der Leiter der Politischen Bildungsstätte Helmstedt. Anlass des Gespräches waren die neuerlichen Kürzungen des Bundes bei Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung in diesem Jahr. „Demokratie braucht Demokraten“ betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Jürgen Grasemann und beurteilte die Kürzungen als kurzsichtig und kontraproduktiv. Gerade in schwierigen Zeiten, als Beispiel benannte er die aktuellen Formen des Rechtsextremismus und –terrorismus, gelte es im Rahmen der politischen Bildung gesellschaftliche und politische Zusammenhänge zu verdeutlichen. Auf zahlreichen Veranstaltungen habe er die Erfahrung machen müssen, dass vielen Jugendlichen politische und historische Sachverhalte nicht mehr vertraut seien. Beispielhaft benannte er die Aufarbeitung der SED-Diktatur. Gerade hier in Helmstedt, als Stadt an der ehemaligen Grenze und größter Grenzübergang, bieten sich Unterrichtsangebote der außerschulischen Bildung, die Schule so in dieser Form nicht leisten kann. Eine Aussage, der sein Stellvertreter und Helmstedts Ehrenbürger Hans-Otto Kieschke nur beipflichten kann. Einig war sich die Runde in der Bedeutung der Einrichtung für die Stadt und die Region Helmstedt und in der Notwendigkeit, sie als Bildungsort zu erhalten. Herbei sicherte Günther Lach Vorstand und Leitung seine volle Unterstützung in allen politischen Fragen zu. Er wies darauf hin, dass mit der Wanderausstellung des Deutschen Bundestages in Helmstedt ein weiterer Beitrag zur politischen Bildung in diesem Jahr stattfindet.